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4. Januar 2009

Claudia Roth auf Wahlkampftour in Fulda

Claudia Roth (Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) macht anlässlich des Landtagswahlkampfes 2009 Station in Fulda mit dem Motto

Frühstück und mehr!

 

 

GRÜNES Frühstück mit Claudia Roth in Fulda

Frühstück und mehr gab es für etwa 70 Gäste mit Claudia Roth und den beiden Fuldaer Direktkandidaten Margaretha Hölldobler-Heumüller und Helmut Schönberger.

Hölldobler-Heumüller stellte fest, dass beim Thema Bildung auch nach leichten Korrekturen vieles im Argen liege und sie trotz der Ankündigung von weiteren Änderungen bezweifle, ob diese dann auch umgesetzt würden: "Nach wie vor verlassen 10% der Schüler die Schule, ohne ausbildungsfähig zu sein; trotz Hauptschulabschluss können viele dieser Schüler nicht richtig lesen und schreiben. Da der Druck auf Lehrer und Schüler unglaublich hoch ist, wird Wissen eingetrichtert und abgefragt - mehr Möglichkeiten haben Lehrer nicht unter den gegebenen Zuständen." Es müsste mehr in die Bildung und damit in die Zukunft investiert werden.

Im Zusammenhang mit der Finanzkriese warf sie Roland Koch eine verbale Kehrwende vor: "Jahrelang hat er dafür gesorgt, dass der Staat sich mehr und mehr aus der finanziellen Regulierung heraushält und den Finanzkräften freie Bahn lässt - nun, wo erkennbar ist, wie notwendig Regulierung gewesen wäre, wirbt er wieder um Vertrauen - wo soll das herkommen?" Die Finanz-, Klima- und Nahrungsmittelkrisen zeigten auf, dass neue Wege dringe notwendig seien: "Die Rezepte der sechziger Jahre greifen nicht mehr." Der Bau immer neuer Strassen sei keine Lösung. Im Zusammenhang mit der geplanten B 87n, die die GRÜNEN entschieden ablehnen, verwies sie darauf, dass tausende Industriegebiete entlang deutscher Autobahnen leer stünden und forderte nachhaltige Investitionen in eine regionale Entwicklung der Rhön, zu der beispielsweise auch die Versorgung mit schnellen Internetverbindungen gehöre, aber auch eine Stärkung der ökologischen Landwirtschaft. "Wir müssen die Konzepte unterstützen, die den Gewinn in der Region lassen und die örtlichen Wirtschaftskreisläufe stärken", so Hölldobler-Heumüller.

Clausda Roth warf der Autoindustrie vor, die Entwicklung verschlafen zu haben: "Ökologie und Ökonomie müssen verknüpft werden, um zukunftsfähige Produkte und Arbeitsplätze zu schaffen." Investitionen in die Bildung habe äußerste Prioritätm sonst würden wir unsere Zukunft kaputt sparen. Die Kaufkraft könne man nicht durch Steuergeschenke erhöhen, sondern in erster Linie durch Mindestlöhne, damit die arbeitenden Menschen von ihrem Verdienst auch leben könnten, sowie durch Anhebung der Hartz IV-Sätze. Bundesweit müssten Rassismus und Rechtsradikalimus bekämpft werden: "Aber nicht durch blinden Aktionismus wie einem Verbot, das womöglich wieder nicht zustande kommt, sondern wir müssen die Jugendlichen erreichen, die dafür anfällig sind." Stattdessen würden den Programmen das Geld gestrichen, sio beispielweise dem Programm EXIT, das Menschen beim Ausstieg aus der rechten Szene hilft.

Zu einer Koalitionsaussage gefragt, sagte sie: "GRÜN muss so stark wie möglich werden. Erst danach werden wir schauen, mit wem es geht. Aber es geht auf keinen Fall mit Roland Koch, der für zu viele nicht-grüne Ideen steht." Verhältnisse anderer Bundesländer könne man nicht auf Hessen übertragen. Den hessischen GRÜNEN wünschte sie viel Erfolg und Kraft für den kommenden Wahlkampf, der notwendig sei, weil Andrea Ypsilanti die Chance auf einen Wechsel zwei Mal leichtfertig verspielt habe. Deshalb brauche es die GRÜNEN in Hessen mehr denn je, damit das Land die Chance auf eine inhaltliche Neuorientierung und damit nicht nur die kommende, sondern auch die jetzige Generation die Chance auf eine gesunde Umwelt und soziale Gerechtigkeit in einem stabilen Wirtschaftssystem habe.

V.i.S.d.P Kreisverband Fulda

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